Auf den Flächen der Versuchsstation Frankendorf wird aktuell ein Praxisversuch zur Vergrämung von Saatkrähen durchgeführt. Saatkrähen können nach der Saat von Mais durch das Herausziehen des Saatkornes oder Fraßschäden am Keimling erhebliche Schäden verursachen. Zum einen entstehen große Lücken im Bestand – bis hin zu Totalausfall. Zum anderen werden die Bestände bei ungleichmäßiger Verteilung der Pflanzen inhomogen, was sich negativ auf die Qualität des Erntegutes auswirkt. Probleme mit Saatkrähen nehmen seit Jahren zu und gefährden regional die Wirtschaftlichkeit des Maisanbaus. Die Station Frankendorf prüft deshalb ein Mittel unter Praxisbedingungen, um Schäden nach der Aussaat zu reduzieren.

Die Versuchsanlage ist streifenförmig angelegt. Jede Variante umfasst vier Reihen. Diese Struktur ermöglicht einen direkten Vergleich zwischen behandelten und unbehandelten Bereichen.

Die Auswertung erfolgt über mehrere Wochen. Mit mehrfachen Zählungen werden Pflanzenverluste erfasst, Bonituren geben Aufschluss über die Pflanzenentwicklung. Durch die exakte Beobachtung und Bewertung der Bestände wird eine fundierte Grundlage zur Bewertung der Wirksamkeit des eingesetzten Mittels geschaffen.
