Neues Überstaubecken in Karolinenfeld sichert wichtige Messungen der HSWT

ein Becken mit einem Erdwall und Holzverschalung

Das neue Überstaubecken



An der Versuchsstation Karolinenfeld wurde Ende 2025 ein neues Überstaubecken zur Messung der Spurengasemission bei zeitweise überstauten Seggenbeständen errichtet. Seit Anfang 2026 führen die Wissenschaftler des PSC der HSWT dort regelmäßig Messungen durch.

Bei Wasserüberstau steigen die Methanemissionen aus Moorböden an. Methan hat eine höhere Klimawirkung als CO2, Überstau bei der Moorwiedervernässung ist also tunlichst zu vermeiden. Im Becken lässt sich der Überstau gezielt einstellen und regeln. Somit können die Forscher die Methanemission in Abhängigkeit von verschiedenen Einflussgrößen wie Temperatur, Dauer und Höhe des Überstaus, Art der Vegetation erfassen. Aktuell erfolgen die Messungen wöchentlich durch die Mitarbeitenden der HSWT.

Ein besonderer Vorteil der neuen Anlage liegt in der Wasserversorgung: Mithilfe von Regenwasser, das in ehemaligen Gülletanks gesammelt wird, kann der notwendige Wasserstand auch während trockener Witterungsphasen gemäß den Ansprüchen der Wissenschaftler aufrechterhalten werden. So können die Forschenden über einen langen Zeitraum stabile Bedingungen für ihre Untersuchungen nutzen.

Mit dem Neubau schafft die Versuchsstation Karolinenfeld eine wichtige Grundlage für die Forschungsarbeit des PSC der HSWT und unterstützt die Erarbeitung neuer Erkenntnisse für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Moornutzung.

4 personen stehen vor einem Messgerät und einer grünen Wiese mit einer Holzinfotafel

Wöchentliche Messungen vor Ort liefern wichtige Daten