Kringell: Einweihung des neuen Kälberstalls

Ein Zeichen für Tierwohl mit viel Licht, Luft und Platz.
Kringell: Einweihung des neuen Kälberstalls

Mit der feierlichen Eröffnung des neuen Kälberstalls am Staatsgut Kringell wurde ein bedeutender Schritt für die zukunftsorientierte Landwirtschaft in Bayern gemacht. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verbänden, Bildung und Praxis kamen zusammen, um die Einweihung des neuen Kälberstalls zu feiern, der moderne Tierhaltung mit nach-haltiger Bauweise und innovativer Forschung verbindet. Bei strahlender Frühlingsstimmung entwickelte sich die Veranstaltung zu einem rundum gelungenen, heiteren Festakt, bei dem neben dem fachlichen Austausch auch das persönliche Miteinander nicht zu kurz kam.

Den Auftakt machte Geschäftsführer Anton Dippold, der die Einweihung als „wichtiges und freudiges Ereignis für Kringell“ bezeichnete. In seiner Ansprache würdigte er die Unterstützer dieses Projekts, ohne die die Entstehung und der Bau nicht möglich gewesen wären. Der neue Stall setze Maßstäbe in der Kälberhaltung, weg von der Einzelhaltung, hin zu mehr Platz, Luft und einer tiergerechten Gruppenhaltung. Zu-gleich stärke er Kringells Rolle als zentraler Bildungs- und Forschungsstandort. Be-sonders hob Herr Dippold hervor, dass der Bau in nur acht Monaten unfallfrei und im vorgesehenen Budget realisiert werden konnte.

Auch Petra Högl, Vorsitzende des Agrarausschusses im Bayerischen Landtag, betonte die Bedeutung des Tages als „klares Signal für die Zukunft der Landwirtschaft“. Kringell sei ein unverzichtbarer Standort für Ausbildung, Forschung und Wissenstransfer in Bayern. Der neue Kälberstall bringe wichtige Impulse für die Praxis und unterstreiche die Rolle Kringells als Knotenpunkt, insbesondere auch im Bereich der ökologischen Landwirtschaft.

In seinem Grußwort erinnerte Ralph Huber vom Bayerischen Bauernverband mit einem Augenzwinkern an seine eigene Zeit in Kringell: „Als ich vor 40 Jahren hier meinen Melkkurs gemacht habe, sah alles noch ganz anders aus.“ Die enorme Weiterentwicklung und Innovationskraft beeindruckte ihn sehr.
Maria Hohenester von der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau Bayern rückte die eigentlichen „Stars des Tages“ in den Mittelpunkt: die Kälber selbst. Mit vereinzeltem Muhen machten sie sich durchaus bemerkbar und sorgten für manche heitere Unterbrechung. Frau Hohenester unterstrich die Bedeutung des neuen Stalls für das Tierwohl: „Ein gesunder Start ins Leben ist die Grundlage für alles Weitere.“ Kringell zeige eindrucksvoll, wie moderne, ökologische Landwirtschaft gelebt werden könne – von der Aufzucht bis hin zur Verarbeitung.
Auch die internationale Zusammenarbeit fand ihren Platz: Direktor Johann Gaisberger von der Bioschule Schlägl in Österreich hob die langjährige Partnerschaft mit Kringell hervor. Der Austausch von Schülerinnen und Schülern ermögliche es, Praxis, Handwerk, Forschung und Versuche ideal zu verbinden. Gaisberger sagte: „Hier wird Landwirtschaft nicht nur gelernt, sondern erlebt – und genau das bleibt im Herzen.“

Nach der Segnung des neuen Stalls, die von Pfarrer Wolfgang Keller in lockerer und zugleich würdevoller Atmosphäre stattfand, folgte eine lebendige Führung durch die neuen Stallanlagen mit Staatsgutleiter Thomas Lehner. Dabei konnten die Gäste die verschiedenen Bereiche aus nächster Nähe erkunden: helle, luftige Buchten, groß-zügige Liegeflächen mit Stroh sowie moderne Möglichkeiten für Beobachtung und Forschung.

Den gelungenen Abschluss der Veranstaltung bildete ein gemeinsames Beisammensein mit bioregionalen Speisen aus der hauseigenen Öko-Kantine. In entspannter Atmosphäre klang der Vormittag aus und unterstrich noch einmal die Bedeutung dieser Investition als Impulsgeber für Tierwohl, Bildung und Innovation.

Einweihung Kälberstall Kringell

Anton Dippold

Segnung durch Pfarrer Keller

Pfarrer Keller bei Einweihung Kälberstall

Pfarrer Keller bei Einweihung Kälberstall

Kälber kuscheln