Ackerbau

Am Staatsgut Grub werden momentan etwa 320 Hektar ackerbaulich genutzt. Eine Besonderheit ist der langjährige Sojabohnenanbau.

Aktuelle Beiträge aus 2020

Abkippen Der Häckselware

Abkippen Der Häckselware

Ich bin reif – ernte mich!
Maissilage ist in vielen Betrieben eine ideale energiebetonte Ergänzung zur Grassilage. Eine qualitativ hochwertige Maissilage ist sehr schmackhaft und trägt zu einer hohen Grobfutteraufnahme bei. Zur Bestimmung des optimalen Reifestadiums der Maispflanze muss man den Entwicklungsstand auf dem Feld kennen. Die Abreife richtet sich dabei nach dem Saattermin, der Reifegruppe (Sorte) und der Witterung. Je nach Witterungsverlauf kann der TS-Gehalt der Pflanze bis zu einem halben Prozent pro Tag zunehmen. Deshalb ist der richtige Erntezeitpunkt jedes Jahr ein anderer. Ziel ist ein Trockensubstanzgehalt der Maispflanze von 30 – 35 %. Der Kolben-TS sollte bei 50 – 60 % liegen. In der Reifeentwicklung von Maispflanzen sind die 3 Stufen Milchreife, Teigreife und Wachsreife zu unterscheiden. Die Ernte im empfohlenen Stadium der Teigreife bringt die meisten Vorteile. Ein Anhaltspunkt für die Entwicklung des Korns ist die sogenannte „milk line“. Sie trennt den flüssigen vom festen Teil des Korns. Der feste Teil des Korns sollte bei der Silierreife die Hälfte bzw. zwei Drittel des Korns ausmachen. Die Korn-TS liegt dann bei ca. 63 bis 64 % und der TS-Gehalt im Kolben ist zwischen 45 und 55 % anzusetzen. Die Kornreife ist aber aufgrund der unterschiedlichen Reifeprozesse von Korn und Restpflanze nur eine Orientierungshilfe zur Ermittlung des optimalen Erntezeitpunktes von Silomais.
Durch eine gute Verdichtung und ausreichend vergärbare Substanzen (Stärke, Zucker) wird eine zügige Milchsäuregärung und damit Konservierung erreicht. Das Ergebnis ist eine schmackhafte und energiegeladene Maissilage. Am Standort Grub begann die Maissilageernte mit Blick auf die genannten Fakten heuer bereits am Freitag, den 04.September bei angenehmen spätsommerlichen Temperaturen.

Der Sojaanbau ist geschafft

Die Sojabohne als qualitativ hochwertiges Eiweißfuttermittel kann dank züchterischem Vorschritt auch in Bayern erfolgreich angebaut werden. Hierdurch kann die Abhängigkeit von Soja-Importen für die Tierhaltung reduziert werden. Zudem verbessert sie durch ihr ausgeprägtes Wurzelsystem die Bodenstruktur und fixiert dank ihrer Knöllchenbakterien Luftstickstoff und benötigt daher keine N-Düngung. Der fixierte Stickstoff steht zusätzlich der nachfolgenden Kultur teilweise zur Verfügung. Deshalb wurden auch dieses Jahr in Grub wieder ca. 38 ha der sehr frühen Sorten „Merlin“ und „ES Commander“ angebaut. Das Saatgut wurde auf dem Betrieb frisch mit Knöllchenbakterien beimpft und mit unserer pneumatischen Drillkombination gesät.
Nähere Informationen zur Sojabohne gibt es bei unserem Forschungspartner LfL unter:

Informationen zur Sojabohne Externer Link