02.02.24
Klauenpflege für Tierärzte aus Usbekistan

Im Rahmen des Projektes „Entwicklung der Tierzucht und des Pflanzenschutzes und Stärkung des Veterinär- und Tierzuchtausschusses (VAHC) und der Pflanzenquarantäne (PQPA)“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wird das Zentrum für Weiterbildung (ZW) am Campus Triesdorf bis 2025 verschiedene Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen für usbekische Agrarfachkräfte durchführen.

Beispielsweise möchte das ZW für usbekische Veterinäre und Herdenmanager im Bereich Milch- und Rindfleischproduktion ein Weiterbildungsseminar am Campus Triesdorf anbieten. „Danach sollen Professoren und Experten mit den jeweiligen Multiplikatoren in den Regionen Usbekistans Seminare und Weiterbildungsveranstaltungen für eine breite Zielgruppe organisieren. So gewährleisten wir eine nachhaltige Aus- und Weiterbildung, auch vor Ort“, erklärt Dr. Aram Aristakesyan, Leiter des Bereiches Internationale Weiterbildungen am ZW.

Eine Gruppe von Personen am Klauenpflegestand

Am Freitag, 02.02. besuchten 15 Tierärzte aus Usbekistan das Staatsgut Grub, um an einer Klauenpflege-Fortbildung teilzunehmen. Nach der Begrüßung durch den Koordinator für Rinderhaltung bei BaySG Wolfgang Müller weihte der bekannte Klauenspezialist Robert Schwaiger aus dem Staatsgut Achselschwang die Gäste in die theoretischen Grundlagen der Funktionellen Klauenpflege nach dem 5-Punkte-Schema ein.

Eine Gruppe von Personen am Klauenpflegestand

Die Funktionelle Klauenpflege ist eine in den Niederlanden entwickelte und inzwischen weltweit praktizierte Methode der Klauenpflege. Ziel der Funktionellen Klauenpflege ist die Optimierung der Belastungsverhältnisse innerhalb der Klaue und somit die Prophylaxe von Druckschäden an der Klaue. Wie genau das geht, demonstrierte am Nachmittag Robert Schwaiger an einem hochmodernen Klauenpflegestand im Gruber Milchviehstall. Für die Tierärzte war die praktische Vorgehensweise von besonderem Interesse.

Zwei Bilder des Unterrichtsraumes und ein Bild einer der Unterrichtsfolien

Am Ende des Tages waren sich alle Tierärzte einig, dass klauengesunde Tiere bewegungsfreudiger sind, besser fressen und demzufolge auch bessere Erträge liefern. Als Dankeschön für die vielfältigen Informationen sprachen die weitgereisten Gäste Robert Schwaiger und Wolfgang Müller eine Einladung nach Usbekistan aus.