
Bei strahlendem Sonnenschein und besten Bedingungen fand am Dienstag, den 28. Juli 2026 der Kartoffeltag auf der Versuchsstation Straß der Bayerischen Staatsgüter statt. Die gemeinsame Veranstaltung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), der Bayerischen Staatsgüter (BaySG), des Erzeugerrings für Pflanzenbau Südbayern e. V., des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg sowie der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf war sehr gut besucht.
Zahlreiche Landwirtinnen und Landwirte sowie Fachleute aus Beratung, Forschung und Praxis nutzten den Tag, um sich über aktuelle Entwicklungen im Kartoffelanbau zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Geschäftsführer Anton Dippold eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste. Er dankte allen, die sich tagtäglich mit großem Engagement für den Kartoffelanbau einsetzen. „Die Ergebnisse auf unseren Versuchsflächen sind nur möglich, weil viele Menschen das ganze Jahr über mit Fachwissen und großem Einsatz daran arbeiten. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken“, sagte Dippold.
Auch die Bayerische Kartoffelkönigin Julia war zu Gast und begeisterte mit ihrer herzlichen und offenen Art. Sie suchte das Gespräch mit den Besucherinnen und Besuchern und richtete ihren Dank an die Landwirtinnen und Landwirte: „Hinter jeder guten Kartoffel steckt viel Wissen, Erfahrung und Engagement. Dafür möchte ich mich bei allen Landwirtinnen und Landwirten herzlich bedanken.“
Im Mittelpunkt des Vormittags standen aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen im Kartoffelanbau. Die Referentinnen und Referenten der beteiligten Einrichtungen berichteten über den aktuellen Stand der Verbreitung von Stolbur und SBR, zwei von der Schilfglasflügelzikade übertragenen Krankheiten, die den Kartoffelanbau, aber auch Gemüse und Zuckerrüben, massiv beeinträchtigen. Es wurde eine Initiative der Kartoffelwirtschaft vorgestellt, die im Rahmen eines privat organisierten Keimtests problembehaftete Partien identifiziert. Die Vorgehensweise greift auf neueste Forschungsergebnisse zurück und ist ein eindrucksvolles Beispiel für die rasche Umsetzung von Wissenschaft in praktische Anwendung. Ebenso wurden neue Erkenntnisse zum Einsatz von Additiven und Zusätzen im Spritzwasser vorgestellt.
Im Anschluss ging es direkt auf die Versuchsflächen der Bayerischen Staatsgüter. Dort stellten Fachleute der LfL, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, des Erzeugerrings für Pflanzenbau Südbayern und des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg aktuelle Versuche zu Stolbur und SBR, Biostimulanzien sowie die Landessortenversuche vor.
Trotz der anhaltenden Trockenheit, die die Versuchsanstellungen teilweise beeinträchtigte, konnten die Auswirkungen der unterschiedlichen Versuchsfaktoren im Feldbestand anschaulich demonstriert werden. Die Führungen waren hervorragend vorbereitet und boten den Rahmen für einen intensiven fachlichen Austausch zwischen Wissenschaftlern, Firmenvertretern und Praktikern.
Der Kartoffeltag zeigte einmal mehr, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Praxis, Forschung und Beratung ist. Die große Resonanz der zahlreichen Besucherinnen und Besucher unterstrich den hohen Stellenwert der Versuchsarbeit und des persönlichen Austauschs für die Weiterentwicklung des Kartoffelanbaus in Bayern.